Geschichte der Pfadibewegung
Gegründet wurde die Pfadibewegung zu Beginn des 20. Jahrhunderts vom Engländer Robert Baden-Powell. Sehr rasch entstanden in der ganzen Welt Pfadigruppen; in der Schweiz schlossen sich die Buben 1913 zum Schweizerischen Pfadfinderbund zusammen und 1919 die Mädchen zum Bund Schweizerischer Pfadfinderinnen. Anfänglich war die Pfadibewegung nur für die Altersgruppe 12 bis 16 Jahre gedacht. Bald kam jedoch nicht nur eine Stufe für die älteren Pfadi dazu (Ranger/Rover), sondern auch eine für die 8 bis 11-jährigen Mädchen und Buben (Bienli & Wölfe). In der Schweiz kam es 1987 zum Zusammenschluss der beiden Pfadibünde: Die Pfadibewegung Schweiz (PBS) ist heute mit ihren rund 60'000 Mitgliedern die grösste Jugendorganisation der Schweiz. Die Pfadibewegung Schweiz besteht aus etwa 700 lokalen Pfadi-Abteilungen wie St. Urs, welche in Kantonalverbänden zusammengeschlossen sind. In den grossen Kantonen sind die Kantonalverbände zudem in Korps, Regionen oder Bezirke unterteilt. Wichtigste Aufgabe der Kantonalverbände der PBS sind die Führerausbildung und das Schaffen der Rahmenbedingungen, welche die Arbeit der lokalen Abteilungen möglich machen.
Weltweit gehören der Pfadibewegung in über 100 Ländern rund 30 Millionen Jugendliche an. Die Pfadibewegung steht Jugendlichen aller Rassen, Religionen und sozialer Klassen offen.
Verschiedene internationale Pfadizentren (zwei davon befinden sich in der Schweiz - in Adelboden und Kandersteg), Briefkontakte, internationale Lager (Jamborees) etc. ermöglichen Freundschaften, Solidarität und Gemeinschaf zwischen den Pfadi weit über die Landesgrenzen hinaus.
Robert Baden-Powell
Robert Baden-Powell (Bi-Pi) der Gründer der Pfadibewegung, war Engländer. 1857 in London geboren, lebte er ein abenteuerliches Leben, das ihn bis nach Indien und Afrika führte. Als Generalinspektor der britischen Kavallerie fasste er seine Ideen für die Erziehung von Jugendlichen im Buch "Pfadfinder" zusammen, Ideen, die er 1907 in einem ersten Zeltlager für 26 Buben erprobte. Das Lager wie auch das Buch wurden zum Erfolg - die Pfadibewegung wurde rasch in der ganzen Welt bekannt.
Bi-Pi starb 1941 in Kenia, nachdem er 1937 als 80jähriger "Cheif-Scout" noch am Jamboree in Holland teilgenommen hatte. Quelle: PBS – Mach mit!
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