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Es war an einem heissen Sonntag, als wir uns ins neuste Abenteuer stürzten. Die Gebrüder Adalbert und Fridolin Grimm erwarteten uns bereits, als wir in Willisau LU ankamen. Sie hatten uns nämlich eingeladen: Nach 75 Jahren war es wieder so weit. Sie wollten neue, zeitgerechte Märchen schreiben und in ihre Sammlung aufnehmen, und brauchten dazu - natürlich - unsere Hilfe. Mit einer feierlichen Zeremonie betraten wir dazu das Märliland durch das Tor, ein riesiges Märchenbuch.
Am Abend nahmen die Gebrüder Grimm dann unsere Ideen für die neuen Märchen entgegen und zogen sich auch sogleich zurück, um sie aufzuschreiben. Wir richteten uns nun häuslich ein im Märliland, so dass es uns an nichts fehlte.
Bei immer noch strahlendem, heissem Wetter wollten wir uns ein Bild von den Fortschritten der Grimms machen. Doch - OH SCHRECK - sie tauchten nicht wie abgemacht bei uns auf. Unruhe kam auf, war ihnen wohl etwas zugestossen? Um das herauszufinden, bestimmten wir in einer Olympiade die fähigsten Mitglieder, die sich zusammen auf die Suche machen sollten. Und sie fanden denn auch die Grimms. Aber eine unbekannte Macht hatte sie und ihr Buch zu Holz erstarren lassen. Und auch der einzige Ausgang aus dem Märliland war verschlossen. Wir waren gefangen!
Wir suchten die ganze, weite Umgebung ab, um Lösungen für unser Problem, oder wenigstens Spuren, zu finden. Wir blieben aber leider erfolglos.
Dann konnten wir jedoch einen ersten Fortschritt erzielen. Ein böser Holzfäller war gerade dabei, Rotkäppchen zu "verholzen". Er und seine Schergen hatten sich zum Ziel gesetzt, das Märliland zu erobern, indem er all seine Bewohner verholzte. Und er erklärte uns, dass wir am Mittwoch dran seien. Da wir zu diesem Zeitpunkt noch überhaupt nicht vorbereitet waren, hatten wir keine Chance gegen den Holzfäller, und er konnte sich aus dem Staub machen. Zum Glück konnten wir wenigstens Rotkäppchen retten.
Nun wussten wir also was los war. Und am Mittwoch würden wir an der Reihe sein. Doch wir liessen uns nicht entmutigen, sondern fassten für uns das Motto:
Verholzt den Holzfäller!
Bald war es denn auch so weit. Nachdem wir uns noch einmal speziell motiviert hatten und wertvolle Tipps von Rotkäppchen entgegen nahmen, konnten wir uns der drohenden Verholzung stellen. In einem ruhmreichen Kampf konnten zunächst alle Helfer des Holzfällers beiseite geräumt werden. Und dann hatte auch der Holzfäller mit seiner riesen Axt keine Chance mehr, uns zu entwischen. Wir wurden nicht wie angekündigt zu Holzfiguren, und auch der Ausgang aus dem Märliland war wieder frei gelegt. So siegte am Ende wieder einmal das Gute über das Böse im Märliland.
Am letzten Abend trafen wir uns schliesslich wieder mit den Gebrüdern Grimm. Diese waren noch etwas steif von ihrer Zeit als Holzfiguren her, aber ansonsten bereits wieder gut im Schuss. Da sie als Stück Holz natürlich nicht in der Lage waren, die Märchen aufzuschreiben, versprachen sie uns, ein Märchen über das zu schreiben, was wir St. Ürsler in den zwei Wochen erlebt haben. Somit konnten wir das Märliland also guten Gewissens verlassen und erschöpft, aber glücklich nach Hause zurückkehren.
Das Märli von den Grimms gibts hier (die Grimms haben natürlich nicht einfach eins zu eins alles aufgeschrieben, sie liessen sich nur inspierieren...).
Fotos aus dem Sola 2010 hier. |