Gründung
Die Geschichte der Pfadiabteilung St. Urs Solothurn beginnt im Herbst 1935. Damals wollte Curt Borrer, ein Jungwachtleiter aus Solothurn, die Jungwacht Abteilung Solothurn zur Pfadi Abteilung Solothurn machen. Dies versuchte natürlich die Bundesführung der Jungwacht mit allen Mitteln zu verhindern. Der Jungwacht-Bundesleiter Eugen Vogt wollte unseren Gründer in einem dreistündigen Gespräch davon überzeugen, dass es falsch sei, eine Pfadfinderabteilung zu gründen. Doch Curt Borrer liess sich nicht davon beirren und traf die letzten Vorbereitungen für sein Vorhaben.
Da wir ursprünglich eine rein-katholische Abteilung waren, musste an zuerst das Einverständnis des katholischen Stadtpfarrers eingeholt werden. Als dieser schliesslich einwilligte, sagte er zugleich auch für das Amt als Präses zu. Doch wer war Curt Borrer eigentlich? Er war ein ca. 17 Jahre junger Theologiestudent aus Solothurn. Zusammen mit seinem Kameraden Josef Flüeler besuchte er im November 1935 den Führerkurs des kantonalen Pfadfinderverbandes. Voller Begeisterung für die Ideen des Lord Baden-Powells legten unsere zwei Helden das Versprechen "treu zu sein Gott, der Kirche, der Heimat und dem Nächsten zu helfen".
Eine grün-weisse Farbe für unsere Krawatte hatten sie gewählt. Grün sei die Farbe der Hoffnung, des Wunsches, dass unsere neugegründete Abteilung blühen und g edeihen werde. Auch unsere Gründer kannten die Tradition schon, einander Pfadinamen zu geben. So hiess Curt Borrer mit Vulgo CuBo und Josef Flüeler Morchle.
Am siebten Dezember 1935 konnten sie die erste Übung mit 15 Pfadern durchführen. Ihr Treffpunkt war damals die Krummturmschanze. An der zweiten Übung konnte CuBo bereits zwei Patrouillen (heute Fähnli) bilden. Die Patrouillen nannten sich Jaguar und Adler. Sie standen unter der Leitung von Morchle und Alexander Hobi v/o Uhu.
Schon im Gründungsjahr, also 1935, feierte man die erste Waldweihnacht. Diese Tradition kann man also ruhig als die älteste unserer Abteilung bezeichnen. Auch der Elternrat liess nicht lange auf sich warten. Schon in der erste Woche des Jahres 1936 traf sich das Elternkomitee zum ersten Mal. Der Präsident hiess damals Dr. Fr. Spieler aus Solothurn.
Mitte Februar mussten die ersten Jungpfader zum JP-Examen in den Pfarrsaal antreten. Es waren 13 an der Zahl, wobei die meisten mit "gut"; einige sogar mit "sehr gut" abschnitten. Nun bekamen die Jungpfader ihre verdiente Uniform. Ende Februar gaben die JPler das Pfadiversprechen ab und schworen auf das Abteilungswimpel "Ich verspreche auf meine Ehre mit der Gnade Gottes treu zu sein: Treu Gott, der Kirche und dem Vaterland; hilfreich dem Nächsten und gehorsam dem Pfadfindergesetz". Am selben Tag wurde unsere Abteilung in den Kantonalverband aufgenommen.
"Komm zu uns!" Mit diesem Aufruf wollte man neue Pfader anwerben, worauf prompt 25 Jungs folgten. Da man nun schon 40 Pfader hatte, musste eine andere Gruppenstruktur gefunden werden. So wurden die Führer der Patrouillen Jaguar und Adler zu den Führern der Trupps (heute Stämme) Bechburg und Falkenstein.
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